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News aus den Krankenkassen zum Gesundheitsfonds

Informationstext der Krankenkasse BKK Barmag-Steinmüller

Der Gesundheitsfonds ab 2009

Die letzte Stufe der Gesundheitsreform tritt am 1. Januar 2009 in Kraft. Wir erklären Ihnen, was das für Sie bedeutet. Durch die Einführung des von Union und SPD beschlossenen Gesundheitsfonds wird die Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung neu geregelt.

Wer ist betroffen?

Der Gesundheitsfonds betrifft die rund 200 gesetzlichen Krankenkassen und ihre etwa 71 Millionen Versicherten.

Wie funktioniert der Gesundheitsfonds?

Anders als bisher fließen die Beiträge zunächst in einen Topf, den sog. Gesundheitsfonds. Aus diesem Fonds erhalten die Krankenkassen für jeden Versicherten eine pauschale Zuweisung. Diese wird an Alter, Geschlecht und Krankheitsrisiken angepasst. Für 80 Krankheiten und ca. 3.800 Diagnosen gibt es dann Zuschläge, keiner weiß allerdings bis heute, wie hoch diese sein werden.

Warum gibt es diesen Gesundheitsfonds?

Die SPD wollte eine sog. Bürgerversicherung, in der alle Bürger einzahlen sollten, einführen. Die Union hingegen wollte eine Kopfpauschale, unabhängig vom Arbeitseinkommen. Da man sich auf keines der Modelle verständigen konnte, ist der Gesundheitsfonds als Kompromisslösung gesetzlich eingeführt worden, der von allen Experten des Gesundheitswesens als unnötiges Übel mit einer überbordenden Bürokratie angesehen wird.

Was ändert sich beim Krankenkassenbeitrag?

Vom 1. Januar 2009 an zahlen alle Mitglieder einer gesetzlichen Krankenkasse vorerst den selben prozentualen Beitrag.

Wie hoch wird der Beitrag ausfallen und wer setzt ihn fest?

Der Beitrag ist von der Bundesregierung einheitlich für alle Krankenkassen auf 15,5 % festgesetzt worden. Damit liegt der von der Politik festgelegte Beitragssatz erheblich höher als der zzt. gültige durchschnittliche Beitragssatz in Höhe von 14,9 %

Wie wird der Anstieg begründet?

Der Anstieg wird nicht mit der Einführung des Gesundheitsfonds begründet, sondern mit steigenden Kosten im Gesundheitssystem. So sollen die Finanzausstattung der Krankenhäuser sowie die Vergütungen der niedergelassenen Ärzte verbessert werden.

Welches Geld fließt in den Fonds?

In den Fonds fließen die Beiträge von Versicherten und Arbeitgebern sowie ein kleiner Teil an Steuergeldern. Das Finanzvolumen des Gesundheitssystems beläuft sich auf ca. 150 Mrd. € im Jahr 2008. Die Steuerfinanzierung soll dafür Sorge tragen, die Familienversicherung der Kinder verstärkt über Steuern zu finanzieren.

Ändert sich etwas am Einzug der Beiträge?

Nein, die Beiträge zur Krankenversicherung werden weiterhin vom Bruttogehalt einbehalten.

Wird es noch finanzielle Unterschiede zwischen den einzelnen Kassen geben?

Ja, es wird auch zukünftig Unterschiede geben. Es wird Kassen geben, die ihren Versicherten Geld auszahlen können. Kassen, die nicht mit dem Geld aus dem Gesundheitsfonds auskommen, müssen Zusatzbeiträge von ihren Versicherten einfordern.

Muss man den Zusatzbeitrag hinnehmen?

Nein, denn in diesem Fall gibt es ein Sonderkündigungsrecht. Versicherte können dann sofort eine andere Krankenkasse wählen, die keinen Zusatzbeitrag erhebt.

Wie hoch darf der Zusatzbeitrag ausfallen?

Ein Zusatzbeitrag bis zu 8 € pro Monat können erhoben werden, ohne dass das Einkommen des Versicherten geprüft werden muss. Insgesamt darf der Beitrag ein Prozent des Einkommens nicht übersteigen – maximal sind es 36 € pro Monat.

Gibt es Sonderregelungen?

Bei Versicherten, die Sozialhilfe oder Grundsicherung erhalten sowie Heimbewohnern, die ergänzende Sozialhilfe erhalten, wird der Beitrag vom Grundsicherungs- oder Sozialamt übernommen. Für mitversicherte Partner und Kinder werden keine Zusatzbeiträge erhoben.

Was bedeutet der Gesundheitsfonds für die Versicherten der BKK Barmag-Steinmüller?

Da der Beitragssatz der BKK Barmag-Steinmüller erheblich günstiger ist als der Beitragssatz der meisten anderen Krankenkassen bedeutet das für unsere Versicherten erst einmal ein geringeres Netto. Grund hierfür ist aber der einheitliche Beitragssatz aller Kassen, der ab 1. Januar 2009 durch die Bundesregierung festgesetzt worden ist.

Lohnt sich evtl. ein Wechsel in die private Krankenversicherung (PKV)?

Nein, die Attraktivität und das Leistungsangebot in der Vollversicherung nehmen seit Jahren kontinuierlich ab. Hinzu kommen seit nunmehr über 10 Jahren erheblich höhere Kostensteigerungen als in der gesetzlichen Krankenversicherung.

Lohnt sich denn ein Wechsel zu einer anderen Krankenkasse?

Nein, auf gar keinen Fall, weil die BKK Barmag-Steinmüller qualitativ eines der außergewöhnlichsten Leistungsangebote aller Kassen in Deutschland hat. Dies haben auch unterschiedliche Auswertungen und Kundenbefragungen ergeben. Darüber hinaus sind die Mitarbeiter serviceorientierte Fachleute im Gesundheitswesen. Sog. Gesundheitsmanager helfen den Versicherten neuerdings durch den immer komplexer werdenden Gesundheitsmarkt. Die speziell ausgebildeten Gesundheitsmanager lassen die Versicherten weder bei der Therapiesuche noch der Organisation der Versorgung alleine. Verschiedene medizinische Maßnahmen werden genau auf die Bedürfnisse der Versicherten abgestimmt. Dies beinhaltet natürlich auch Gespräche mit Ärzten oder Krankenhäusern, wenn der Versicherte es wünscht. Dieser Service ist bisher einzigartig in Deutschland.


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